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Straßburg für Anfänger… oder warum lernen wir überhaupt Französisch?

Dienstag, 11.02.2020, Kategorie: News

Der Französisch-Unterricht in den 7. Klassen der Realschule und des Gymnasiums läuft erst seit August und ein kurzer 2-tägiger Ausflug in das Nachbarland Frankreich, genauer gesagt nach Straßburg, sollte für Motivation sorgen – so war der Plan der französischen Fachschaft.

Am Mittwoch, dem 16. Oktober gegen 8 Uhr trafen sich fünfundzwanzig Schülerinnen und Schüler, sowie zwei Lehrkräfte mit nur einer kleinen Reisetasche vor der Albert-Schweitzer-Schule.

Es war nur eine kurze Fahrt bis Straßburg und gegen 13 Uhr ging es vom Hotel aus schon los: zu Fuß in die Innenstadt. Vor dem Straßburger Münster (La Cathédrale Notre-Dame) trafen wir unsere fachkundige Stadtführerin, die uns nicht nur die schöne Stadt zeigte, sondern uns auch die Geschichte einer Region näher brachte, die ständig die Nationalität wechselte. Erst Französisch dann Deutsch, wieder Französisch, dann doch Deutsch und dann am Ende Französisch. Entsprechend fanden wir, dass die regionale Landessprache „Elsässisch“ sich eher wie Deutsch als Französisch anhört! Danach ging es in Kleingruppen schon auf eigene Erkundungstour in den warmen Sonnenschein, um Souvenirs oder leckere Macarons zu kaufen. Schon nach so einer kurzen Zeit kamen die Schüler*Innen nicht aus dem Schwärmen heraus… „es gefällt uns sehr, in Frankreich zu sein!“ Abends waren wir noch einmal zu Fuß in Richtung Altstadt unterwegs, wo wir leckeren Flammkuchen in einem traditionellen Restaurant genießen durften. Der Rückweg durch die Dunkelheit zurück ins Hotel war dank der wunderschönen Beleuchtung des Flusses und der historischen Gebäude sehr eindrucksvoll.

 

Am Donnerstagmorgen startete unser Tag mit Croissants und Baguette, wie üblich in Frankreich, genauso wie im Unterricht schon gelernt. Gut gestärkt fuhren wir hoch durch den Wald zum Château du Haut-Koenigsbourg in Orschwiller, das ursprünglich aus dem 12. Jahrhundert stammt, eine Ruine wurde und dann am Anfang des 20. Jahrhunderts vom deutschen Kaiser Wilhelm II als Beispiel einer mittelalterlichen Burg wiederaufgebaut wurde. Mit Audio-Guides am Ohr haben wir sehr viel vom unteren Burghof mit der Schmiede und einer Zisterne bis hin zum Wohntrakt mit dem Kaisersaal und dem Wohnraum und Vorzimmer der Kaiserin gelernt. Da die Burg in 757 Metern Höhe über der Rheinebene liegt, hat der Aufstieg zum Turm sich wegen der wunderschönen Aussicht wirklich gelohnt und noch einmal spielte das Wetter mit. „Die Aussicht war das Beste überhaupt“ war entsprechend zu hören… Eine Burg zu erkunden macht hungrig und Mittagessen war angesagt. Aber nicht in irgendeiner Stadt sondern in der wunderschönen Kleinstadt Kaysersberg mit seiner intakten Stadtmauer und unzähligen Fachwerkhäusern. Dieses idyllische Kleinod haben wir nicht allein wegen seiner Schönheit ausgesucht, sondern weil es der Geburtsort von Albert Schweitzer ist – der Namensgeber unserer Schule. Die Schüler*Innen waren dann auf sich gestellt, als es darum ging, ihren Hunger und Durst zu stillen und in den zwei Stunden kamen sie ganz gut ohne McDonalds zurecht! Hierhin wollen zwei Schülerinnen sogar später schon umziehen, da es so schön ist. 😉

Mit dem guten Gefühl, das Ziel erreicht zu haben, konnten die zwei Lehrerinnen aus der französischen Fachschaft ihre Schützlinge nach Hause bringen: Frankreich hat viele positive Eindrücke hinterlassen und der Wunsch hat sich breit gemacht, wieder dorthin zu fahren. Jetzt wissen diese jungen Menschen, warum sie sich solche Mühe geben, diese wunderschöne Fremdsprache zu lernen!

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