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Dann guck mal in der Cloud

Mittwoch, 09.12.2020, Kategorie: News

Digitale Schulung: IT-Leiter Andreas Schiener (Vierter von links) führte sechs Lehrkräfte in die Geheimnisse MSNPro-Cloud ein. Insgesamt führte die ASS acht interne Schulungen für das Kollegium durch.

Digitalisierung an der Albert-Schweitzer-Schule im Kommen

Groß-Zimmern – „Guck mal in der Cloud“  heißt es immer öfter, wenn Schüler und Lehrkräfte der Albert-Schweitzer-Schule nach Arbeitsblättern, Unterrichtsmaterial und anderen schulischen Informationen fragen. „Cloud“ – damit ist eine imaginäre „Datenwolke“ gemeint, in der sich immer mehr an schulischer Kommunikation abspielt.

„Diese Datenwolke ist vergleichbar mit einem riesigen Onlinespeicher, in dem die Dateien abgelegt werden“, erklärt der IT-Beauftragte der ASS, Andreas Schiener. Und diese Datenwolken seien vor Verlust sicherer, als jede Festplatte auf dem heimischen Computer.

Dass die Schülerschaft über die MNSpro-Cloud eine eigene Mailadresse und Office365 vom Schulträger, dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, zur Verfügung gestellt bekommen, ist schon seit langem in der Planung und wurde seit Jahresbeginn Stück für Stück an der ASS umgesetzt.

In der Nutzung dieser Plattform aber erweist sich die Corona-Pandemie mit durchaus noch möglichen Homeschooling-Szenarien als regelrechter Katalysator: Noch im Sommer nahm nahezu das komplette Kollegium an Online-Schulungen teil und nach den Herbstferien schulte ein achtköpfiges Lehrerteam unter der Federführung der IT-Beauftragten Andreas Schiener und Timo Kiel sämtliche Lehrkräfte in acht Kleingruppen, wobei viele Praxisübungen Sicherheit im Umgang mit der MSNpro-Cloud vermitteln sollten. „Zudem erhielten alle Lehrkräfte einen von uns selbst erarbeiteten Leitfaden zum Nachschlagen“, so Andreas Schiener.

Und die Schulgemeinde ist seither schon kräftig in der „Cloud“ unterwegs, was gerade aktuell sehr wichtig ist. Die digitale Plattform erleichtert es immens, Kinder und ganze Klassen, die sich in Quarantäne befinden, mit Unterrichtsmaterial zu versorgen. Zudem können über die App „Teams“ recht unkompliziert Video-Besprechungen mit den Kindern abgehalten werden, die nicht am Präsenzunterricht teilnehmen dürfen.

Um Kinder, die bislang noch nicht über die dazu notwendigen Endgeräte verfügen, den digitalen Unterricht ermöglichen zu können, wurden von der ASS Tablets beim Landkreis bestellt, die bereits an einzelne Schüler nach geprüftem Antrag ausgegeben wurden. Die Mathematiklehrerin Jenifer Radtke ist begeistert von den neuen Möglichkeiten: „Ich habe aktuell zwei Kinder, die in Quarantäne waren, online unterrichtet. Wir haben uns über Teams getroffen, die Arbeitsmaterialien lagen in der Cloud – das hat echt prima geklappt.“

Lehrerkonferenzen werden derzeit per Videokonferenz abgehalten, erst kürzlich eine Dienstversammlung des 70-köpfigen ASS-Kollegiums. Auch der alljährliche Lesewettbewerb wurde unter Einhaltung der geltenden Abstandsregeln über die Videokonferenz-Technik live aus der Mediathek in die Räume der teilnehmenden Klassen übertragen. Die Übertragung im „ASS-TV“ gefiel so gut, dass schon nachgefragt wurde, ob dies jetzt immer so stattfinden könnte. Zudem  richtete die ASS einen Online-Infoabend für die Eltern der künftigen fünften Klassen aus. Rund 66 Teilnehmer folgten den Ausführungen von Boris Wollenhaupt (stellvertretender Schulleiter), Marion Hübner (Leiterin des Gymnasialzweigs) und Matthias Grimm (Förderstufenleiter) am heimischen PC.

Klar ist, dass es an manchen Stellen noch ruckelt. Doch die ASS hat sich auf den Weg in die digitale Zukunft gemacht. Das zeigt sich auch in den Klassensälen, wo das Kreidezeitalter langsam dem Ende zugeht. „Wir haben bereits 25 elektronische Tafeln mit Internetanschluss und W-Lan im ganzen Schulgebäude und haben nun weitere 19 digitale Tafeln zur Ausstattung aller Räume der Schule beantragt“, sagt Andreas Schiener zu den nächsten digitalen Vorhaben der ASS.

Matthias Grimm

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